Steuerberater

#15 Warum du keinen Steuerberater brauchst.

Steuerberater JA oder NEIN. Ich kann gar nicht sagen wie oft ich schon die Frage gehört habe, ob man zum Start der Selbständigkeit einen Steuerberater benötigt oder nicht bzw. ab wann es sinnvoll ist einen Steuerberater zu engagieren.

Daher habe ich mich dazu entschlossen diese Episode dieser Frage zu widmen.

Denn recht schnell erkenne ich im Gespräch mit einem angehenden Selbständigen, dass dieser gar keine richtige Ahnung hat, was ein Steuerberater überhaupt genau macht und wofür man ihn bezahlt.

Das ist ja auch kein Wunder. Denn wie es bei so vielen Themen rund um den Start in die Selbständigkeit ist, bringt einem dies Niemand „einfach so“ bei.

Und daher werden wir heute Licht ins Dunkle bringen.

In dieser Episode erfährst du

  • Was ein Steuerberater überhaupt macht und in welchem Bereich er Experte ist,
  • Welche Aufgaben dieser DIR abnehmen kann und welche Alternativen es zu einem Steuerberater gibt und
  • Ob DU aktuell einen Steuerberater benötigst.

Los geht’s J

Was macht eigentlich ein Steuerberater?

Was macht eigentlich ein Steuerberater? Er kümmert sich um Steuern. Ganz klar. Das klingt erstmal nicht schwer und sehr einleuchtend. Aber was macht er eigentlich genau? Und vor allem: Was kann ein Steuerberater für DEIN Unternehmen machen?

Die Antwort darauf fällt vielen Menschen wesentlich schwerer. Daher: Lass mich dir zur Einstimmung ein paar Aufgabenbereiche von Steuerberatern erklären. Die folgende Liste hat keinen Anspruch komplett zu sein. Sie dient viel eher als Überblick und „leichte Kost“.

Beratung

Das Offensichtliche zu Beginn. Der Steuerberater Berät in Steuersachen. Steuergestaltung, Ratschläge, Berücksichtigung steuerlicher Aspekte… Für all diese Themen ist er der richtige Ansprechpartner. Er hält auch Rücksprachen mit Behörden, prüft Steuerbescheide und nimmt an Betriebsprüfungen teil. Im besten Fall informiert er dich ebenfalls über Neuerungen bzw. Veränderungen im Steuerrecht.

Steuererklärung und Co.

Auch der nächste Aufgabenbereich ist naheliegend. Denn der Steuerberater erstellt Steuererklärungen, wie Einkommensteuererklärungen, Gewerbesteuererklärungen, Umsatzsteuererklärungen etc. Er kümmert sich auch darum, dass Lohnsteuer, Umsatzsteuer etc. rechtzeitig vorangemeldet werden.

Buchhaltung und Bilanzen

Jetzt wird es etwas fachlicher. Doppelte Buchführung, Erstellung eines Kontenplans, Erstellung von umfassenden Jahresabschlüssen, EÜR etc. Diese Begriffe lassen dich mit den Augen rollen oder lösen Kopfschmerzen aus? Nicht für den Steuerberater. Diese Aufgaben sind für ihn sein täglich Brot.

Lohnbuchhaltung

Das steuerliche managen deiner Mitarbeiter ist ebenfalls ein Bereich, den du an deinen Steuerberater auslagern kannst. Dieser kümmert sich anschließend um die Eingabe aller Daten, die Lohnbuchführung etc. 

Vertretung durch den Steuerberater

Der Steuerberater arbeitet nicht nur still und leise im Hintergrund. Er kann dich ebenfalls vorn an der Front vertreten. Anträge bei Finanzämtern? Durchsetzen deiner steuerlichen Rechte? Darum kann sich dein Steuerberater ebenfalls kümmern.

Und noch mehr…

Die bisher aufgezählten Tätigkeiten sind sogenannte Vorbehaltsaufgaben. Das heißt sie dürfen nur von einem Steuerberater durchgeführt werden. Zu seinem Aufgabenbereich zählen aber nicht nur diese Aufgaben.

Weiterhin kann er grundsätzlich weitere vielfältige Dienstleistungen übernehmen. Hierzu gehört z.B. die betriebswirtschaftliche Beratung sowie die Arbeit als Treuhänder, Mediator oder Insolvenzverwalter.

Jetzt hast du eine Ahnung davon, was ein Steuerberater alles macht. Wie gesagt, diese Liste ist absolut nicht vollständig. Sie ist sogar sehr sehr kurz gehalten, um die wirklich nur einen kurzen Überblick zu geben. Neben den genannten Aufgaben gibt es noch viel mehr und kompliziertere Bereiche.

Und jetzt wo du weißt, welche vielfältigen Aufgaben ein Steuerberater übernimmt, fragst du dich vielleicht, was für eine Ausbildung dieser eigentlich hat bzw. wie man zum Steuerberater wird.

Wie wird man zum Steuerberater?

Keine Angst. Ich möchte hier keine Berufsberatung geben. Doch ich finde jeder Selbständige sollte wissen, was ein Steuerberater genau macht. Und dazu gehört für mich auch sich einmal (wenigstens kurz) anzuschauen, wie Jemand eigentlich zum Steuerberater wird und welche Qualifikationen dafür notwendig sind.

Das Wichtigste ist wohl die Steuerberaterprüfung. Denn um zum Steuerberater ernannt werden zu können setzt eine bestandene Prüfung voraus. Und die ist in der Branche sehr gefürchtet. Doch beginnen wir vorn.

Um zu dieser Prüfung zugelassen zu werden benötigt ein Steuerberater in spe erstmal die passende Ausbildung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder eine Berufsausbildung oder ein Studium. Dies kann zum Beispiel eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten oder ein Studium im Bereich BWL sein.

Ich will es wie gesagt kurz halten und nicht zu tief reingehen. Doch eine entsprechende Ausbildung allein reicht nicht. Zur Prüfung kann man erst zugelassen werden, wenn man eine Praxiszeit vorweisen kann. Diese muss zwischen 2 und 10 Jahren lang sein. Je nach Art der vorangegangenen Ausbildung.

Nach absolvieren dieser Praxiszeit könnte Jemand zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden. Wäre da nicht noch die intensive Vorbereitungszeit. Für diese werden nochmals 12-18 Monate des intensiven Lernens benötigt. Und neben der Zeit ist dieser Spaß auch noch sehr kostenintensiv. Vorbereitungskurse, Lernmaterialien und Co. Verschlingen bis zu 15.000 €.

Wer anschließend zur Prüfung zugelassen wird, kann aber noch nicht durchatmen. Denn nur ca. 25% der zur Prüfung zugelassenen bestehen sie am Ende auch. Das hört sich so an als müsste nur eine einzige Prüfung abgelegt werden. Tatsächlich besteht diese aus mehreren schriftlichen und mündlichen Teilbereichen zu den verschiedensten Steuerbereichen und -regelungen.

Diese hohen Anforderungen werden mit der besonderen Vertrauensstellung des Steuerberaters begründet. Denn tatsächlich ist es ein Beruf, der viel Wissen voraussetzt. Eine falsche Beratung kann fatale Folgen haben.

Hat es Jemand aber bis zur bestandenen Prüfung geschafft, ist die letzte Hürde wesentlich geringer. Steuerberater ist man nicht nach bestandener Prüfung sondern erst wenn man nach Antrag bei der zuständigen Steuerberaterkammer durch diese auch zum Steuerberater bestellt wird.

Jetzt hast du eine Vorstellung davon welche Schritte nötig sind um sich Steuerberater nennen zu können. Du siehst also, dass dieser Weg sehr langwierig, zeit- und kostenintensiv ist. Daher kommen vielleicht auch die zum Teil sehr hohen Gebühren für seine Dienstleistungen und Beratung.

Welche Aufgaben kannst du an einen Steuerberater abgeben?

Wir haben ja bereits allgemeine Aufgaben dieses Berufs besprochen. Und vielleicht bist du langsam hibbelig und denkst dir. Ok, Sophie. Ich weiß jetzt wie man Steuerberater wird. Auch wenn mich das gar nicht interessiert hat. Erzähl mir jetzt bitte was ich von dem ganzen Spaß habe.

Du hast recht. Genau das mache ich jetzt 😉

Einerseits kannst du monatlich anfallende Aufgaben an ihn übertragen. Das ist zum Beispiel die Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldungen, Monatsauswertungen oder sogar die betriebswirtschaftliche Auswertung von Einnahmen und Ausgaben.

Hierfür vereinbarst du mit deinem Steuerberater meist eine monatliche Pauschale. Das beginnt ca. im unteren dreistelligen Bereich, richtet sich konkret aber nach deinen Anforderungen sowie den erwirtschafteten Umsätzen deines Unternehmens.

Die Erstellung des Jahresabschlusses ist eine sehr typische Aufgabe von Steuerberatern. Je nach Anforderungen kann diese sehr komplex werden. Die Erstellung dieser wird zusätzlich zu eventuellen monatlichen Pauschalen vergütet. 

Wie umfangreich sind diese Aufgaben in verschieden großen Unternehmen?

Doch wie du dir vielleicht denken kannst gibt es große Unterschiede zwischen kleinen Unternehmen, z.B. bei einem Kleinunternehemer und großen Unternehmen, z.B einer GmbH.

Daher möchte ich dir anhand von drei Beispielen einmal erklären, welche Aufgaben von einem Steuerberater übernommen werden können. Damit du zum Schluss auch einschätzen kannst ob DU aktuell einen beauftragen möchtest bzw. ob das notwendig ist.

Denn grundsätzlich schreibt dir das Gesetz nicht vor, dass du einen Steuerberater mit diesen Aufgaben betreuen musst. Du könntest sie auch allein übernehmen, unabhängig von der Rechtsform und der Größe deines Unternehmens. Und in einigen Fällen ist das durchaus sinnvoll.

Lass uns also im Folgenden drei Beispiele betrachten: den Kleinunternehmer. Den Unternehmer mit Regelbesteuerung ohne Eintragung ins Handelsregister, einen sogenannten Kleingewerbetreibenden.

Hierzu gehören dann auch Freiberufler. Und den Unternehmer mit Regelbesteuerung UND Eintragung ins Handelsregister.

Keine Panik, falls du keine Ahnung hast, welche Rolle jetzt plötzlich das Handelsregister spielt. Das ist ganz einfach und ich erkläre es dir auch ganz kurz.

Im Handelsregister werden diese Unternehmen geführt, welche einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Betrieb haben. Die Eintragung kann unter Umständen freiwillig erfolgen. Für manche Unternehmen ist sie Pflicht.

Es gibt keine klaren Kriterien, wann dieser kaufmännisch eingerichtete Betrieb vorliegt. Vielmehr werden mehrere Merkmale angeschaut. Eine davon sind die erwirtschafteten Umsätze.

Doch keine Panik. Du kannst in der Regel eine ganze Weile ein erfolgreiches Unternehmen führen, bevor du zu einer Eintragung ins Handelsregister gezwungen wirst.

Kleinunternehmer und Freiberufler haben auf jeden Fall keine Pflicht zur Eintragung. Sie können es jedoch freiwillig tun. Dagegen werden Kapitalgesellschaften, z.B. GmbH oder AG, zur Eintragung verpflichtet.

Kleinunternehmer

Beginnen wir also mit den Kleinunternehmern. Zur Erinnerung: Dies sind Unternehmen, die die steuerliche Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Damit keine Umsatzsteuer auf ihren Rechnungen ausweisen und einen jährlichen Umsatz von 17.500 € nicht überschreiten dürfen.

Hier bleibt es relativ simpel. Als Kleinunternehmer brauchst du KEINE Umsatzsteuervoranmeldungen machen. Klar, du bezahlst ja keine Umsatzsteuer.

Du brauchst keine doppelte Buchführung und am Ende des Jahres nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung im Rahmen deiner Steuererklärung abzugeben. Keine Umsatzsteuer, keine Gewerbesteuer, keine Körperschaftssteuer. Das ist der simpelste Fall.

Unternehmen mit Regelbesteuerung und Freiberufler ohne Eintragung ins Handelsregister

Anders als bei Kleinunternehmern musst du hier die Umsatzsteuer abführen. Dazu musst du monatlich oder quartalweise (das legt das Finanzamt fest) eine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen und an das Finanzamt übermitteln.

Du brauchst jedoch keine doppelte Buchführung und am Ende des Jahres ebenfalls nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung im Rahmen deiner Steuererklärung abzugeben. Gegebenenfalls musst du noch Gewerbesteuer abführen und dazu eine Gewerbesteuererklärung abgeben.

Auch hier bleibt es meistens übersichtlich, wenn du bereit bist dich etwas in die Materie einzuarbeiten.

Unternehmen mit Regelbesteuerung UND Eintragung ins Handelsregister

Hier ist Schluss mit vereinfachter Buchführung. Und du darfst HALLO sagen zur doppelten Buchführung. Ebenfalls fallen natürlich Umsatzsteuervoranmeldungen an.

Richtig lustig wird es jetzt beim Jahresabschluss. Denn auch mit der EÜR ist hier Schluss. Stattdessen muss hier eine komplette Bilanz erstellt werden. Hier kann ich etwas vorgreifen. Denn in diesem Fall empfehle ich dir dringend einen Steuerberater zu beauftragen.

Wie gesagt: Du KÖNNTEST alles selbst machen. Doch je nachdem welcher dieser drei Fälle bei dir vorliegt, ist es sehr oder gar nicht empfehlenswert. Und natürlich fehlen auch in dieser Liste eventuelle Aufgaben. Hast du z.B. Mitarbeiter kommt noch mehr dazu, worum du dich oder dein Steuerberater sich kümmern muss.

Nachdem wir uns nun angeschaut haben, welche Aufgaben je nach Unternehmen anfallen können, steht die Frage im Raum: Brauche ich jetzt einen Steuerberater oder kann ich es selbst machen?

Steuerberater oder selbst machen?

Diese Entscheidung kann und will ich dir nicht abnehmen. Außer in einem Fall: Dein Unternehmen ist ins Handelsregister eingetragen. Dann kannst du hier aufhören. Denn ein Steuerberater ist definitiv notwendig.

Beginnen wir mit den Vorteilen des Steuerberaters.

Ganz offensichtlich ist es der Weg, der für dich mit dem geringsten Aufwand einher geht. Du Gibst einfach alle entsprechenden Aufgaben an deinen Steuerberater ab und bezahlst ihn dafür.

Das kann jedoch ganz schön ins Geld gehen. Dafür brauchst du dich mit diesen Themen nicht beschäftigen und kannst dich ganz deinem Tagesgeschäft widmen.

Ebenfalls von Vorteil: Der Steuerberater übernimmt Rechte UND Pflichten. Unterlaufen ihm Fehler, so haftet er dafür. Und nicht du.

Außerdem kennt dein Steuerberater (im besten Fall) viele Möglichkeiten der Steuerersparnis. Dadurch kannst du manchmal einen Großteil der Kosten für diesen an anderer Stelle wieder reinholen.

Das Finanzamt allein wird dich niemals auf diese Hinweisen. Du musst sie also kennen um davon profitieren zu können. Oder du musst Jemanden engagieren, der sie kennt. Einen Steuerberater.

Warum solltest du diese Aufgaben dann selbst übernehmen?

Ein offensichtliches Argument ist: du sparst Geld. Denn ein Steuerberater kann schnell richtig teuer werden. Besonders wenn du zu Beginn noch keine regelmäßigen Umsätze erwirtschaftest, sitzt das Geld nicht so locker.

Doch daneben gibt es noch einen anderen richtigen Grund. Du lernst extrem wichtige Dinge über dein Unternehmen.

Natürlich ist es als Selbständiger und Unternehmer deine Aufgabe dich mit deinem Unternehmen zu beschäftigen und Aufgaben die du delegieren kannst, auch zu delegieren. D

och besonders zu Beginn profitierst du extrem und deine Lernkurve ist hier sehr steil. Du kannst die hierin aufgewendete Zeit also als Investition sehen.

Dadurch bekommst du ein Verständnis für dein Unternehmen und besonders die Zahlen deines Unternehmens sowie die Zusammenhänge. Das ist extrem wichtig. Und was bestimmt mehr über Erfolg und Niederlage als die nackten und ehrlichen Zahlen.

Es gibt mittlerweile richtig viele gute und sehr günstige Programme welche dir dabei helfen deine Zahlen zu organisieren, einen Überblick zwischen deinen Einnahmen und Ausgaben zu behalten, Umsatzsteuervoranmeldungen zu erledigen und sogar deine Einnahmen-Überschuss-Rechnung am Ende des Jahres selbst zu erstellen. Und das ist gar nicht mal so schwer.

Außerdem hast du regelmäßig den Überblick über deine Zahlen und kannst tagesaktuell Auswertungen wichtiger Kennzahlen erstellen. Bei einem Steuerberater bekommst du meistens nur monatliche Auswertungen.

Doch wie im Leben, gibt es auch hier NICHT nur schwarz und weiß. Die Frage ist weniger ein entweder oder sondern vielmehr ein „Was ist ein passender Mittelweg?“.

Denn du kannst dir die Arbeit mit einem Steuerberater auch teilen. Du könntest dich um alle unterjährigen Aufgaben selbst kümmern und den Steuerberater „nur“ den Jahresabschluss in Form der Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder der Bilanz erstellen lassen.

Damit profitierst du von geringeren Kosten, lernst wichtiges unternehmerisches Wissen nicht nur zu deinen Zahlen sondern auch zu anderen Zusammenhängen und hast trotzdem die Sicherheit, dass der Steuerberater einen korrekten Jahresabschluss erstellt.

Außerdem kannst du ihn bei allen wichtigen aufkommenden Fragen im Laufe des Jahres kontaktieren und diese ggf. separat bezahlen. Denn einen Steuerberater zu haben, der allein nur für einzelne aufkommende Fragen zur Seite steht, ist extrem hilfreich.

Es ist wie bei einem guten Hausarzt. Es ist schön zu wissen, dass man einen hat, wenn man ihn braucht. Der einen und seine eigene Historie dann auch kennt und nicht jedes Mal von vorn alles abklopfen und erfragen muss.

Ich empfehle dir auch nicht für immer Aufgaben selbst zu übernehmen, die auch ein Steuerberater übernehmen könnte. Wie gesagt, besonders zu Beginn finde ich es sehr empfehlenswert um zu verstehen, was ein Steuerberater eigentlich macht.

Wenn du irgendwann alle Aufgaben an ihn abgibst, verstehst du auch, was er dort tut und kannst mit den Auswertungen etwas anfangen und diese für deine Zwecke nutzen.

Wenn du dich mit diesen Themen nie auseinandergesetzt hast, dann wirst du die Zuarbeiten deines Steuerberaters auch nicht verstehen bzw. mit diesen nichts anfangen können. Und das ist echt schade. Weil du damit total viel Potential verspielst.

Fazit

Kommen wir also zum Fazit.

Wenn du irgendwie das Interesse und die Muße verspürst diese Aufgaben zu Beginn selbst zu übernehmen, dann tue das. Ich kann es dir wirklich empfehlen. Das Lernen lohnt sich und meistens hast du eine sehr steile Lernkurve.

Du sparst dadurch nicht nur Geld. Sondern du bekommst eine Ahnung davon was ein Steuerberater macht und welche Vorgänge in deinem Unternehmen anfallen. Du verstehst was viele Zahlen bedeuten und auch den Zusammenhang zwischen ihnen.

Das ist in meinen Augen elementar wichtig. Besonders wenn dein Unternehmen wächst und du mehr Unternehmer- als Fachkraftaufgaben übernimmst wirst du von diesem Wissen profitieren.

Ob du für den Jahresabschluss einen Steuerberater beauftragst, kannst du selbst entscheiden. Klar ist es auch hier wichtig, dass du wenigstens grob verstehst, was da gemacht wird.

Aber dieses Wissen ist in meinen Augen nicht so wichtig wie die regelmäßigen unterjährigen Vorgänge. Wenn du dich unterjährig um alles selbst gekümmert hast und das auch halbwegs verstehst, bekommst du eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung in meinen Augen sogar gut selbst hin.

Wenn es dann später allerdings um die Erstellung einer Bilanz geht, ist hier spätestens der Zeitpunkt für einen Steuerberater gekommen.

Also: trau´ dich selbst zu entscheiden, ob du einen Steuerberater brauchst oder nicht. Mache nicht den Fehler und engagier einen nur weil dir Jemand (der schlimmstenfalls eigentlich keine Ahnung davon hat) sagt, dass du unbedingt einen benötigt.